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Beförderung von Batterien/Akkus - Beförderungsbedingungen

Akkus

Informieren Sie sich über die Beschränkungen bei der Beförderung von Akkus im Luftverkehr.

Beförderung von Akkus

Lithium-Akkus gelten als Gefahrgüter und sind dementsprechend zu befördern.

Die Beförderung von einzelnen Lithium-Akkus auf Ihrem Flug ist abhähngig von:

  • Der Konfiguration und der Wattstundenkapazität (Wh), bei wiederaufladbaren Batterien.
  • Oder der Lithiumgehalt (LC), bei nicht wiederaufladbaren Batterien.

Transportweise Handgepäck Aufgegebenes Gepäck Genehmigung durch die Fluggesellschaft
bis zu 100 Wh (2g) Eingesetzt im Gerät Ja Ja Nein
Als Ersatz Ja (Ohne Begrenzung) Nein
zwischen 100 und 160 Wh Eingesetzt im Gerät Ja Ja Ja
Als Ersatz Ja (max. 2) Nein
über 160 Wh Sie müssen als Gefahrgut gemäß den Gefahrgutvorschriften des Internationalen Luftverkehrsverbands (IATA) ausgewiesen und befördert werden. 

Beförderungsbedingungen

Akkus und Batterien sind wie folgt zu befördern:

  • Die Kontakte der  Ersatzakkus/-batterien müssen gegen Kurzschlüsse geschützt sein;
  • Sie müssen entweder in der entsprechenden Originalverpackung oder mit abgeklebten Kontakten oder einzeln in einer Plastiktüte befördert werden.
  • Ersatzakkus/-batterien dürfen nicht im aufgegebenen Gepäck untergebracht werden.
  • Geräte (Laptops, Kameras, Mobiltelefone usw.), in denen sich Akkus/Batterien befinden, müssen während der Reise ausgeschaltet sein. Es muss sichergestellt werden, dass sich diese Gegenstände nicht versehentlich einschalten können, wenn sie sich im aufgegebenen Gepäck befinden.

  • Diese Akkus können auslaufen und gelten daher als Gefahrgut, können aber dennoch akzeptiert werden.
  • Die Fluggesellschaft muss vor informiert werden, um sicherzustellen, dass die Anforderungen an die Handhabung den Vorschriften entsprechen.
  • Sie werden als Fracht akzeptiert.
Trockenakkus:

  • Diese Akkus gelten als auslaufsicher und werden als nicht als Gefahrgut eingestuft.
  • Bevor ein Hersteller den Akku als trocken und/oder auslaufsicher ausweisen kann, muss er umfassend geprüft werden.
  • Sie können nicht als aufgegebenes Gepäck angenommen werden.

Arten von Lithium-Akkus/-Batterien

  • Zu den kleinen Arten gehören Akkus von Mobiltelefonen und Batterien von Armbanduhren und MP3-Playern sowie die Mehrzahl der Originalakkus von Laptops. Akkus dieser Art dürfen eine Kapazität von maximal 100 Wattstunden (Wh) haben.
  • Zu mittleren Arten zählen größere Akkus und Batterien, wie z. B. einige Laptopakkus mit langer Lebensdauer sowie Akkus, die in professionellen audiovisuellen Geräten verwendet werden. Mittlere Akkus/Batterien haben eine Kapazität zwischen 100 und 160 Wattstunden Energie.
  • Große Lithiumakkus und -batterien sind für den industriellen Gebrauch bestimmt. Große aufladbare Akkus erzeugen über 160 Wattstunden Energie und finden sich in bestimmten Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie Personentransportgeräten und Motorrollern.

Ausnahmeregelung für Rollstuhlakkus

Elektrische Rollstühle werden durch Nassakkus angetrieben, die auslaufen können und normalerweise nicht im Handgepäck oder aufgegebenen Gepäck mitgeführt werden dürfen.

Handelt es sich jedoch um einen elektrischen Rollstuhl eines Fluggastes, kann dieser in der Kabine oder im Laderaum mitgeführt werden. Der Akku muss aber aus dem Rollstuhl entfernt und in einem speziellen Behälter transportiert werden.

Falls der Fluggast einen Rollstuhl mit einem nicht auslaufsicheren Akku hat, so muss er frühzeitig am Flughafen eintreffen und das Check-in-Personal darüber informieren.