Rom wurde nicht in einem Millennium erbaut

Roms bekannte Geschichte umfasst mehr als zwei Millennia, aber die wahren Anfänge der Stadt lassen sich zu noch früheren Zeit zurückverfolgen. Archäologische Ausgrabungen haben bewiesen es gab dort eine menschliche Ansiedlung in der Gegend die vor ungefähr 14,000 Jahren existierte!
Es wird vermutet alles begann mit einer Hirten Gemeinde, die in der Gegend um den Palatine Hill existierte, und was heute noch besichtigt werden kann.

Allerdings wie wir das kennen ist sehr wenig über die Geburt von Rom bekannt.

Diese Legende wird im Capitoline Museum repräsentiert. Wenn Sie genauer hinsehen, sind Sie in der Lage eine Statue der legendären Wölfin auszumachen.
Ave Caesar!


Zum Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. stürzte eine Revolution das Regime und Rom wurde zur Republik. Die Regierung beruhte auf einem Senat in der Curia Julia, einem Gebäude, das auch heute noch an einem der zentralen Orte Roms zu finden ist: dem Forum Romanum.


Dies war die Epoche des „Triumvirats“, der „Dreimännerherrschaft“. Auch war es die Zeit, die sich mit Julius Caesar immer weiter zuspitzte, und noch heute kann man seine Gegenwart in den vielen Bauwerken, wie z. B. dem Theater von Pompeius und der Via Appia Antica, spüren.


In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde Rom zu einem Mittelpunkt von Handel und militärischer Macht, und ab etwa dem 2. Jahrhundert v. Chr. beherrschte die Republik die gesamte Mittelmeerregion.


Der Höhepunkt


Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde nach einer turbulenten Phase, die in Caesars Ermordung gipfelte, sein Nachfolger Octavian zum Kaiser gekrönt. Unter dem Namen Augustus („der Große“) begann mit ihm Roms goldenes Zeitalter.


Zweihundert Jahre später hatte sich Rom nach der Eroberung großer Teile Europas und Nordafrikas sowie von Teilen Asiens und des Nahen Ostens zur größten Weltmacht entwickelt.


Die Überreste dieser Hochkultur, die die westliche Welt stark geprägt hat, sind in vielen gut erhaltenen Denkmälern sichtlich wahrnehmbar. Eine archäologische Reise durch die Stadt enthüllt deren Geschichte.


Das bereits erwähnte Forum Romanum ist, was von der Altstadt, den öffentlichen Gebäuden und dem alten Hauptmarktplatz übrig bleibt. Das unumgängliche Kolosseum führt uns zurück in die Zeit, in der Gladiatoren in brutalen Schauspielen zur Unterhaltung der Massen um ihr Leben kämpften.


Am Circus Maximus finden wir die Überreste der Gleise, auf denen Wagenrennen und andere Wettkämpfe stattfanden. Andernorts entdecken wir verschiedene Denkmäler, die von den militärischenn Triumphe des Römischen Reiches zeugen, wie z. B. den Konstantinsbogen und den Septimius-Severus-Bogen.


Buchbar ist auch ein Besuch der Villa Hadriana, Hadrians Villa am Rande der Stadt; genießen Sie hier die großartige Architektur und die Kunstwerke, und bekommen Sie einen Einblick davon, wie es sich als Kaiser zu Zeiten des Goldenen Zeitalters Roms lebte.


Unbedingt zu besichtigen ist auch das ebenfalls von Kaiser Hadrian erbaute Pantheon! Heute ist es ein großartiges Museum, voll von Töpferwaren, Gemälden, Waffen und verschiedenster Artefakte, die uns die Vorherrschaft der römischen Zivilisation über Wissenschaft, Technologie, Kunst und Handel vor Augen führen.
 
Ein Reich weicht einem anderen


Nach dem Wohlstand kam die Dekadenz: Wirtschaftskrisen, politische Instabilität und Kriege. Im 5. Jahrhundert n. Chr. zerstörten Invasionen germanischer Stämme das Reich und begannen den zivilisatorischen Rückschritt des Mittelalters.


Zu diesem Zeitpunkt war die italienische Halbinsel in mehrere Königreiche und Stadtstaaten unterteilt. Und die alte römische Kultur war bereits allmählich durch ein neues Zentrum wirksamer Macht ersetzt worden, nicht nur über die Stadt, sondern über den gesamten Kontinent - die katholische Kirche.


Sie befand sich im heutigen Vatikan (Stadtstaat seit 1929) und hatte damals eine erste Version der Peterskirche. Schon vor dem Wiederaufbau im 16. Jahrhundert war dies eines der wichtigsten Symbole des Christentums.


In der ganzen Stadt gibt es viele Zeichen des mittelalterlichen Roms: Militärgebäude wie den Torre delle Milizie (Milizturm) und den Torre del Conti. Und natürlich religiöse Tempel wie die Basilika des Heiligen Paulus außerhalb der Mauern, die Basilika Unserer Lieben Jungfrau in Trastevere oder die Kirche der Heiligen Cecilia.


Die Geburt der Renaissance


Kein Wunder, dass Rom im 16. Jahrhundert erneut zu einem der Brunnen der europäischen Transformation wurde. Als Reaktion auf die protestantische Reformation sponserte die Kirche Künstler wie Botticelli, Raphael oder Michelangelo.


Die Peterskirche wurde in 1615 zu seiner jetzigen Form komplett umgebaut. Hier können Sie Michelangelos Pietá sehen - und auf der anderen Seite des Platzes befindet sich die Erschaffung Adams an der Decke der unheimlich berühmten Sixtinischen Kapelle.


In der ganzen Stadt finden wir mehrere andere Renaissance-Gebäude und -Strukturen, die uns helfen, den Reichtum dieser Zeit zu verstehen. Die Ponte Sisto, die den Fluss Tiber überquert, stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Palazzo Farnese wurde in 1516 gebaut - zu dieser Zeit wurde er als Roms beeindruckendster Palast gefeiert. Der Palazzo del Quirinale dient derzeit als offizielle Heimat des Präsidenten der Italienischen Republik, während der Palazzo Chigi die offizielle Residenz des Premierministers ist.


Außerdem können Sie die Villa Farnesina aus dem Jahr 1510 finden, welche von einem reichen tuscanischen Bänker erbaut wurde. Es ist ein weiteres Symbol für den Wohlstand und die Dynamik der italienischen Renaissance. In der Villa Giulia aus dem 15. Jahrhundert befindet sich das etruskische Nationalmuseum, das den antiken Menschen gewidmet ist, die diese Region vor den Römern beherrschten. Piazza Navona, ein Platz im historischen Zentrum der Stadt, gibt uns einen Einblick in die Straßen Roms vor vierhundert Jahren.


Erleuchtetes Rom



In der Hauptstadt Italiens ist es unmöglich, Spuren des Barock nicht zu bemerken. Beginnen Sie mit zwei Kultstätten: Der Kirche Trinità dei Monti, in der Sie viele dekorative Elemente aus dem 17. und 18. Jahrhundert bemerken werden, und die Kirche Sant'Andrea della Valle, die später in Puccinis Tosca-Oper verewigt wurde.


Machen Sie einen Spaziergang durch die Via Condotti und Sie werden andere Gebäude aus der gleichen Zeit finden und in ein neueres Rom eintauchen, das der sogenannten Moderne näher kommt.


Suchen Sie in den Straßen des Stadtzentrums nach den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms: Der Spanischen Treppe und dem berühmten und kunstvollen Trevi-Brunnen, der durch den Filmregisseur Federico Fellini auf der Leinwand berühmt wurde.


Der opulente Palazzo Corsini beherbergt ein Museum mit einer umfangreichen Sammlung von Gegenständen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.


Gerade Linien aus der Vergangenheit



Die letzten zwei Jahrhunderte waren hektisch! Soziale Umwälzungen, die Vereinigung der italienischen Halbinsel, eine faschistische Diktatur und zwei Weltkriege, bevor wir bis zur Gegenwart kommen.


In dieser Zeit entstanden zwei große Stadtplätze: Der Piazza della Repubblica (Platz der Republik) und der Piazza del Popolo (Volksplatz), wo wir Kuriositäten wie den Obelisken von Ramses II finden, ein ägyptisches Denkmal, das direkt aus Heliopolis versetzt wurde. Alleen und Straßen wie die Via Veneto führen uns zum Ende der industriellen Revolution und des Ersten Weltkriegs.


In der Region Esposizione Universale Roma werden wir in den modernistischen Stil der Mussolini-Ära versetzt, insbesondere im Museo della Civiltà Romana und im Planetarium.


Hinweise auf diese unruhige Zeit sind immernoch sichtbar. In der Fosse Ardeatine gibt es ein Denkmal, das den Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Im Bezirk San Lorenzo können Sie ein typisches Arbeiterviertel des 20. Jahrhunderts erkunden, das die Bombenanschläge von 1943 überstanden hat und eine Brutstätte des Widerstands gegen die Diktatur war. Hier befindet sich auch die Universität La Sapienza.


Geschichte wird großgeschrieben, aber obwohl sie als „ewige“ Stadt bekannt ist, entwickelt sie sich weiter. Um einen Eindruck vom heutigen Rom zu bekommen, gibt es nichts Schöneres, als im Maxxi zu landen, einem Avantgarde-Museum mit kühner, auffälliger Architektur.

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